KUNST & IKONEN AUS DER ORTHODOXEN WELT |
Erstes Los endet: 16.04.2026 - 10:00:00
Losnummer 2451 -
Auktion 156
SEHR FEINE PATRONATSIKONE MIT SIEBEN FAMILIEN-HEILIGEN: ALEXANDER NEWSKI, KSENIA, JOHANNES, PETER VOM ATHOS, PARASKEWA, ANASTASIA UND EUDOKIA
Voraussichtliche Aufrufzeit
18.04.2026 - 17:50 Uhr
Startpreis
1.200,00 EUR
(Mindestgebot 1.200,00 EUR)
Beschreibung
SEHR FEINE PATRONATSIKONE MIT SIEBEN FAMILIEN-HEILIGEN: ALEXANDER NEWSKI, KSENIA, JOHANNES, PETER VOM ATHOS, PARASKEWA, ANASTASIA UND EUDOKIA
Russland, St. Petersburg, Anfang 20. Jh.
Holztafel mit zwei Stirnseiten-Sponki. Kowtscheg, Ölmalerei. Vergoldeter Rand ornamental punziert und graviert in Art der zeitgenössischen Cloisonné-Email-Oklade. 30,9 x 26,6 cm. Um 1900 erlebte Sankt Petersburg eine Wiederentdeckung der Ikone als künstlerisches und
nationales Kulturgut. In Abkehr vom akademischen Stil, der Heilige nach klassischen
Idealen darstellte, suchten Künstler nach einer neuen Bildsprache, inspiriert von
altrussischen und byzantinischen Vorbildern. Maßgebliche Impulse gingen von Mikhail
Nesterov und Viktor Vasnetsov aus, die spirituelle Tiefe mit den ästhetischen Tendenzen
des Jugendstils verbanden. Die vorliegende Ikone ist ein charakteristisches Beispiel
dieser Entwicklung. Besonders die Augen der Heiligen sind ungewöhnlich individuell und
nahezu physiologisch gestaltet - nicht mehr rein symbolisch, sondern von eindringlicher
menschlicher Ausdruckskraft geprägt. Dieser seltene, fast porträthafte Psychologismus
überschreitet die traditionellen kanonischen Grenzen und macht das Werk zu einer
bemerkenswerten Rarität. Min. rest.
Russland, St. Petersburg, Anfang 20. Jh.
Holztafel mit zwei Stirnseiten-Sponki. Kowtscheg, Ölmalerei. Vergoldeter Rand ornamental punziert und graviert in Art der zeitgenössischen Cloisonné-Email-Oklade. 30,9 x 26,6 cm. Um 1900 erlebte Sankt Petersburg eine Wiederentdeckung der Ikone als künstlerisches und
nationales Kulturgut. In Abkehr vom akademischen Stil, der Heilige nach klassischen
Idealen darstellte, suchten Künstler nach einer neuen Bildsprache, inspiriert von
altrussischen und byzantinischen Vorbildern. Maßgebliche Impulse gingen von Mikhail
Nesterov und Viktor Vasnetsov aus, die spirituelle Tiefe mit den ästhetischen Tendenzen
des Jugendstils verbanden. Die vorliegende Ikone ist ein charakteristisches Beispiel
dieser Entwicklung. Besonders die Augen der Heiligen sind ungewöhnlich individuell und
nahezu physiologisch gestaltet - nicht mehr rein symbolisch, sondern von eindringlicher
menschlicher Ausdruckskraft geprägt. Dieser seltene, fast porträthafte Psychologismus
überschreitet die traditionellen kanonischen Grenzen und macht das Werk zu einer
bemerkenswerten Rarität. Min. rest.
Details
| Losnummer | 2451 |
|---|---|
| Künstler | |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 1200 |
| Regelbesteuerung |