165: PROF. DR. MED. WINFRIED UND DR. GISELA SCHÖNBERGER: EINE BEDEUTENDE WIESBADENER PRIVATSAMMLUNG |
Erstes Los endet: 15.07.2026 - 15:00:00
Losnummer 19 -
Auktion 165
HEILIGER SEBASTIAN
Auktion 165
HEILIGER SEBASTIAN
HEILIGER SEBASTIAN
Voraussichtliche Aufrufzeit
15.07.2026 - 15:19 Uhr
Startpreis
Beschreibung
HEILIGER SEBASTIAN
Bodenseeraum, erste Hälfte 17. Jh.
Lindenholz, plastisch geschnitzt, polychrom gefasst und vergoldet, rückseitig geflacht und gehöhlt. H. 130, B. 71, T. 36 cm. Vermutlich Bildhauerfamilie Zürn, möglicherweise Hans Zürn d. J. (ca. 1585 - nach 1624) oder Werkstatt. Große Darstellung des Heiligen Sebastian, dem Märtyrer und Pestpatron, von Pfeilen
durchbohrt, in qualitätvoller Schnitzarbeit. Die schlanke, elegant bewegte Figur mit fein
modellierter Anatomie und ausdrucksvoller Kopfgestaltung zeigt stilistische Merkmale, die
auf den Umkreis der bedeutenden oberschwäbischen Bildhauerfamilie Zürn verweisen.
Besonders die lebendige Körperauffassung sowie die differenzierte Behandlung der
Haarpartien der Figur stehen der Formensprache Hans Zürns des Jüngeren und seiner
Werkstatt nahe. Die Familie Zürn zählt zu den bedeutendsten Bildhauerdynastien
Süddeutschlands an der Schwelle von Renaissance und Frühbarock. Ihre Werke prägen
zahlreiche Kirchen im Bodenseeraum, in Oberschwaben und im Allgäu. Verluste der Fassung, best. und besch., Anobienbefall, Fassung partiell überarbeitet.
Expertise: Schriftwechsel zur kunsthistorischen Einordnung zwischen Dr. Schönberger und Dr. Volk, Bayerisches Nationalmuseum München, 2010.
Provenienz: Erworben im Auktionshaus Neumeister, München.
Bodenseeraum, erste Hälfte 17. Jh.
Lindenholz, plastisch geschnitzt, polychrom gefasst und vergoldet, rückseitig geflacht und gehöhlt. H. 130, B. 71, T. 36 cm. Vermutlich Bildhauerfamilie Zürn, möglicherweise Hans Zürn d. J. (ca. 1585 - nach 1624) oder Werkstatt. Große Darstellung des Heiligen Sebastian, dem Märtyrer und Pestpatron, von Pfeilen
durchbohrt, in qualitätvoller Schnitzarbeit. Die schlanke, elegant bewegte Figur mit fein
modellierter Anatomie und ausdrucksvoller Kopfgestaltung zeigt stilistische Merkmale, die
auf den Umkreis der bedeutenden oberschwäbischen Bildhauerfamilie Zürn verweisen.
Besonders die lebendige Körperauffassung sowie die differenzierte Behandlung der
Haarpartien der Figur stehen der Formensprache Hans Zürns des Jüngeren und seiner
Werkstatt nahe. Die Familie Zürn zählt zu den bedeutendsten Bildhauerdynastien
Süddeutschlands an der Schwelle von Renaissance und Frühbarock. Ihre Werke prägen
zahlreiche Kirchen im Bodenseeraum, in Oberschwaben und im Allgäu. Verluste der Fassung, best. und besch., Anobienbefall, Fassung partiell überarbeitet.
Expertise: Schriftwechsel zur kunsthistorischen Einordnung zwischen Dr. Schönberger und Dr. Volk, Bayerisches Nationalmuseum München, 2010.
Provenienz: Erworben im Auktionshaus Neumeister, München.
Details
| Losnummer | 19 |
|---|---|
| Künstler | |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 8000 |
| Regelbesteuerung | 0 |