155: KUNST & ANTIQUITÄTEN | SCHMUCK |
Erstes Los endet: 10.03.2026 - 10:00:00
Losnummer 3687 -
Auktion 155
POLYPHEM ÜBERRASCHT ACIS UND GALATEA
Auktion 155
POLYPHEM ÜBERRASCHT ACIS UND GALATEA
POLYPHEM ÜBERRASCHT ACIS UND GALATEA
Voraussichtliche Aufrufzeit
14.03.2026 - 16:10 Uhr
Startpreis
5.000,00 EUR
(Mindestgebot 5.000,00 EUR)
Beschreibung
JEAN - FRANCOIS DE TROY ODER WERKSTATT
27. Januar 1679 Paris - 26. Januar 1752 Rom
POLYPHEM ÜBERRASCHT ACIS UND GALATEA
Öl auf Leinwand (altdoubl.). 92 x 79 cm (R. 122 x 100,5 cm). Part. min. altrest., part. min. Altretuschen, min. besch. Rahmen.
Das Gemälde greift eine Episode aus den Metamorphosen des Ovid (Buch XIII) auf und thematisiert die tragische Liebesgeschichte zwischen der Meeresnymphe Galatea, ihrem Geliebten Acis und dem eifersüchtigen Kyklopen Polyphem. Während Galatea und Acis eine idyllische, von Zärtlichkeit geprägte Verbindung eingehen, wird ihr Glück durch das plötzliche Auftreten Polyphems bedroht, dessen unbeherrschte Leidenschaft in der antiken Überlieferung zur tödlichen Gewalt eskaliert. Jean-François de Troy konzentriert sich nicht auf den Akt der Zerstörung, sondern auf den psychologisch aufgeladenen Moment des Entdeckens. Die Liebenden erscheinen in idealisierter, eleganter Körperlichkeit, eingebettet in eine arkadisch anmutende Landschaft, während Polyphem als dunkle, massige Erscheinung aus dem Bildraum hervortritt und weniger als individuelle Figur denn als personifizierte Naturgewalt wirkt. Der bewusste Kontrast zwischen Anmut und Bedrohung bildet den zentralen Spannungsbogen der Komposition. Stilistisch verbindet das Werk barocke Dramatisierung mit der für de Troy typischen französischen Eleganz. Fließende Linien, eine harmonisch abgestimmte Farbigkeit und die sorgfältige Abstufung der Affekte verleihen dem mythologischen Stoff eine verfeinerte, empfindsame Note. Im Unterschied zu heroisch-pathetischen Darstellungen italienischer Prägung steht hier nicht das monumentale Ereignis, sondern der emotionale Umschlag von Liebesidylle zur drohenden Katastrophe im Vordergrund. Das Gemälde ist damit exemplarisch für die französische Mythologiemalerei des frühen 18. Jahrhunderts, in der antike Themen weniger moralisch belehrend als vielmehr psychologisch differenziert und ästhetisch veredelt interpretiert werden. (In Zusammenarbeit mit: OpenAI, ChatGPT vom 1. Februar 2026)
Provenienz: Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen.
27. Januar 1679 Paris - 26. Januar 1752 Rom
POLYPHEM ÜBERRASCHT ACIS UND GALATEA
Öl auf Leinwand (altdoubl.). 92 x 79 cm (R. 122 x 100,5 cm). Part. min. altrest., part. min. Altretuschen, min. besch. Rahmen.
Das Gemälde greift eine Episode aus den Metamorphosen des Ovid (Buch XIII) auf und thematisiert die tragische Liebesgeschichte zwischen der Meeresnymphe Galatea, ihrem Geliebten Acis und dem eifersüchtigen Kyklopen Polyphem. Während Galatea und Acis eine idyllische, von Zärtlichkeit geprägte Verbindung eingehen, wird ihr Glück durch das plötzliche Auftreten Polyphems bedroht, dessen unbeherrschte Leidenschaft in der antiken Überlieferung zur tödlichen Gewalt eskaliert. Jean-François de Troy konzentriert sich nicht auf den Akt der Zerstörung, sondern auf den psychologisch aufgeladenen Moment des Entdeckens. Die Liebenden erscheinen in idealisierter, eleganter Körperlichkeit, eingebettet in eine arkadisch anmutende Landschaft, während Polyphem als dunkle, massige Erscheinung aus dem Bildraum hervortritt und weniger als individuelle Figur denn als personifizierte Naturgewalt wirkt. Der bewusste Kontrast zwischen Anmut und Bedrohung bildet den zentralen Spannungsbogen der Komposition. Stilistisch verbindet das Werk barocke Dramatisierung mit der für de Troy typischen französischen Eleganz. Fließende Linien, eine harmonisch abgestimmte Farbigkeit und die sorgfältige Abstufung der Affekte verleihen dem mythologischen Stoff eine verfeinerte, empfindsame Note. Im Unterschied zu heroisch-pathetischen Darstellungen italienischer Prägung steht hier nicht das monumentale Ereignis, sondern der emotionale Umschlag von Liebesidylle zur drohenden Katastrophe im Vordergrund. Das Gemälde ist damit exemplarisch für die französische Mythologiemalerei des frühen 18. Jahrhunderts, in der antike Themen weniger moralisch belehrend als vielmehr psychologisch differenziert und ästhetisch veredelt interpretiert werden. (In Zusammenarbeit mit: OpenAI, ChatGPT vom 1. Februar 2026)
Provenienz: Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen.
Details
| Losnummer | 3687 |
|---|---|
| Künstler | JEAN - FRANCOIS DE TROY ODER WERKSTATT |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 8000 |