165: PROF. DR. MED. WINFRIED UND DR. GISELA SCHÖNBERGER: EINE BEDEUTENDE WIESBADENER PRIVATSAMMLUNG |
Erstes Los endet: 15.07.2026 - 15:00:00
Losnummer 27 -
Auktion 165
BILDNIS DER BETENDEN MARIA AUS EINER VERKÜNDIGUNGSGRUPPE
Auktion 165
BILDNIS DER BETENDEN MARIA AUS EINER VERKÜNDIGUNGSGRUPPE
BILDNIS DER BETENDEN MARIA AUS EINER VERKÜNDIGUNGSGRUPPE
Voraussichtliche Aufrufzeit
15.07.2026 - 15:27 Uhr
Startpreis
Beschreibung
MICHAEL WOLGEMUT (WERKSTATT)
1434 Nürnberg - 30. November 1519 ebenda
BILDNIS DER BETENDEN MARIA AUS EINER VERKÜNDIGUNGSGRUPPE
Tempera auf Nadelholztafel. 58 x 41 cm (R. 69 x 50 cm). Verso: Alte Inventarsnummer '426', weiterhin auf altem Papierlabel bezeichnet '[...] im Jahr 149 [...] Albrecht Dürer 1471-1528 '. Part. min. altrest., part. min. Altretuschen, Farboberfläche mit leicht vertikalen Spannungsrissen (Infrarotaufnahmen anbei). Rahmen.
Beigefügtes Gutachten von Prof. Dr. Fedja Anzelewski (Berlin vom 26. Februar 2007). Anzelewski schreibt: "Die von Ihnen angemerkte Malweise in Temperatechnik deutet auf eine Entstehungszeit vor Dürer hin. Dürer selbst sowie seine Schüler haben fast ausschließlich die neue Ölmalerei verwendet. Das schmale Gesicht der Maria auf Ihrem Fragment verweist auf die Malerei der Spätgotik. Soweit mein Vergleichsmaterial reicht, gehört der Marienkopf in die Werkstatt Michael Wohlgemuts, dem Lehrer Albrecht Dürers. In diesem Umkreis findet sich der Gesichtstyp der Maria des öfteren, so bei Wolgemut selbst auf T seinem Katharinen-Altar des Levinus Memminger von 1485/86 in der Lorenzkirche zu Nürnberg. Auch bei dem bedeutensten Maler vor Dürer, dem Meister des Nürnberger Augustiner-Altars trifft man den Gesichttyp auf verschiedenen Werken, speziell jedoch auf dem Augustiner Altar von 1487 selbst, im German. National Museum. Schließlich kommt auch der Maler des Feuchtwanger-Altars von 1484, ebenfall im Germ. Nat. Mus. als Urheber infrage. Die genann- ten Werke sind alle zeitlich nicht sehr weit von der Berliner Dürerzeichnung von 1493/94 entfernt.Eine näherer Bestimmung Ihres Fragment halte ich kaum für möglich, da es zu wenig Anhaltspunkte bietet." Weiterhin Bericht vom 31. August 2007, über die dentrochronologische Untersuchung der Tafel von Prof. Dr. Peter Klein (Hamburg), der die Nadelholztafel für den süddeutschen Raum chronologisch zwischen 1382 und 1452 datiert. Er hält eine Entstehung ab dem Jahr 1454 für möglich. Zudem eine umfassende Fotodokumention über die ikonographische Entwicklung der Mariengesichter bis Dürer.
1434 Nürnberg - 30. November 1519 ebenda
BILDNIS DER BETENDEN MARIA AUS EINER VERKÜNDIGUNGSGRUPPE
Tempera auf Nadelholztafel. 58 x 41 cm (R. 69 x 50 cm). Verso: Alte Inventarsnummer '426', weiterhin auf altem Papierlabel bezeichnet '[...] im Jahr 149 [...] Albrecht Dürer 1471-1528 '. Part. min. altrest., part. min. Altretuschen, Farboberfläche mit leicht vertikalen Spannungsrissen (Infrarotaufnahmen anbei). Rahmen.
Beigefügtes Gutachten von Prof. Dr. Fedja Anzelewski (Berlin vom 26. Februar 2007). Anzelewski schreibt: "Die von Ihnen angemerkte Malweise in Temperatechnik deutet auf eine Entstehungszeit vor Dürer hin. Dürer selbst sowie seine Schüler haben fast ausschließlich die neue Ölmalerei verwendet. Das schmale Gesicht der Maria auf Ihrem Fragment verweist auf die Malerei der Spätgotik. Soweit mein Vergleichsmaterial reicht, gehört der Marienkopf in die Werkstatt Michael Wohlgemuts, dem Lehrer Albrecht Dürers. In diesem Umkreis findet sich der Gesichtstyp der Maria des öfteren, so bei Wolgemut selbst auf T seinem Katharinen-Altar des Levinus Memminger von 1485/86 in der Lorenzkirche zu Nürnberg. Auch bei dem bedeutensten Maler vor Dürer, dem Meister des Nürnberger Augustiner-Altars trifft man den Gesichttyp auf verschiedenen Werken, speziell jedoch auf dem Augustiner Altar von 1487 selbst, im German. National Museum. Schließlich kommt auch der Maler des Feuchtwanger-Altars von 1484, ebenfall im Germ. Nat. Mus. als Urheber infrage. Die genann- ten Werke sind alle zeitlich nicht sehr weit von der Berliner Dürerzeichnung von 1493/94 entfernt.Eine näherer Bestimmung Ihres Fragment halte ich kaum für möglich, da es zu wenig Anhaltspunkte bietet." Weiterhin Bericht vom 31. August 2007, über die dentrochronologische Untersuchung der Tafel von Prof. Dr. Peter Klein (Hamburg), der die Nadelholztafel für den süddeutschen Raum chronologisch zwischen 1382 und 1452 datiert. Er hält eine Entstehung ab dem Jahr 1454 für möglich. Zudem eine umfassende Fotodokumention über die ikonographische Entwicklung der Mariengesichter bis Dürer.
Details
| Losnummer | 27 |
|---|---|
| Künstler | MICHAEL WOLGEMUT (WERKSTATT) |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 6000 |
| Regelbesteuerung | 0 |