KUNST & IKONEN AUS DER ORTHODOXEN WELT |
Erstes Los endet: 16.04.2026 - 10:00:00
Losnummer 1866 -
Auktion 156
SEHR SELTENE UND FEINE IKONE MIT DER AUSTRAGUNG DES HEILIGEN KREUZES
Auktion 156
SEHR SELTENE UND FEINE IKONE MIT DER AUSTRAGUNG DES HEILIGEN KREUZES
SEHR SELTENE UND FEINE IKONE MIT DER AUSTRAGUNG DES HEILIGEN KREUZES
Voraussichtliche Aufrufzeit
18.04.2026 - 10:58 Uhr
Startpreis
2.000,00 EUR
(Mindestgebot 2.000,00 EUR)
Beschreibung
SEHR SELTENE UND FEINE IKONE MIT DER AUSTRAGUNG DES HEILIGEN KREUZES
Russland, Palech, Ende 18. Jh.
Verbund zweier Bretter mit zwei Rückseiten-Sponki. Kowtscheg, Eitempera auf Kreidegrund, partielle Vergoldung, Chrysographie. 39,7 x 34,1 cm. Die Ikone zeigt ein selten dargestelltes Thema der orthodoxen Bildtradition: die
feierliche Austragung der Kreuzreliquie Christi, die in Konstantinopel jährlich am
Vorabend des 1. August stattfand. Bei dieser Prozession wurde die hochverehrte Reliquie
aus der kaiserlichen Hofkapelle in die Hagia Sophia getragen und anschließend durch die
Straßen der Stadt geführt, um Orte zu segnen und Krankheiten abzuwehren. Im Zentrum der
Komposition steht ein kreuzförmiger Brunnen, über dem ein Engel schwebt und das Wasser
segnet. Von hier aus verteilt sich das heilbringende Wasser in zwei Arme. Zahlreiche
Figuren - Kranke, Pilger und Hilfesuchende - nähern sich dem Wasser in der Hoffnung auf
Heilung. Die Darstellung verbindet damit liturgisches Geschehen, städtische Prozession und
wundertätige Heilung zu einer erzählerisch reichen Szene. Die Ikone zeichnet sich durch
ihre lebhafte Figurenstaffelung und die detailreiche Wiedergabe der Architektur und
Landschaft aus. Die warme Farbigkeit und die erzählerische Dichte sind typisch für
russische Ikonen des späten 18. Jahrhunderts, die traditionelle byzantinische Vorbilder
mit einer zunehmend volkstümlichen Bildsprache verbinden. Randbereich min. rest.
Literatur: E. Haustein-Bartsch (Hg.): Pforte des Himmels, Bielefeld 2008, Kat. 117.
Russland, Palech, Ende 18. Jh.
Verbund zweier Bretter mit zwei Rückseiten-Sponki. Kowtscheg, Eitempera auf Kreidegrund, partielle Vergoldung, Chrysographie. 39,7 x 34,1 cm. Die Ikone zeigt ein selten dargestelltes Thema der orthodoxen Bildtradition: die
feierliche Austragung der Kreuzreliquie Christi, die in Konstantinopel jährlich am
Vorabend des 1. August stattfand. Bei dieser Prozession wurde die hochverehrte Reliquie
aus der kaiserlichen Hofkapelle in die Hagia Sophia getragen und anschließend durch die
Straßen der Stadt geführt, um Orte zu segnen und Krankheiten abzuwehren. Im Zentrum der
Komposition steht ein kreuzförmiger Brunnen, über dem ein Engel schwebt und das Wasser
segnet. Von hier aus verteilt sich das heilbringende Wasser in zwei Arme. Zahlreiche
Figuren - Kranke, Pilger und Hilfesuchende - nähern sich dem Wasser in der Hoffnung auf
Heilung. Die Darstellung verbindet damit liturgisches Geschehen, städtische Prozession und
wundertätige Heilung zu einer erzählerisch reichen Szene. Die Ikone zeichnet sich durch
ihre lebhafte Figurenstaffelung und die detailreiche Wiedergabe der Architektur und
Landschaft aus. Die warme Farbigkeit und die erzählerische Dichte sind typisch für
russische Ikonen des späten 18. Jahrhunderts, die traditionelle byzantinische Vorbilder
mit einer zunehmend volkstümlichen Bildsprache verbinden. Randbereich min. rest.
Literatur: E. Haustein-Bartsch (Hg.): Pforte des Himmels, Bielefeld 2008, Kat. 117.
Details
| Losnummer | 1866 |
|---|---|
| Künstler | |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 2000 |
| Regelbesteuerung |