KUNST & IKONEN AUS DER ORTHODOXEN WELT |
Erstes Los endet: 05.11.2026 - 10:00:00
Losnummer 479 -
Auktion 161
'LASST ES KRACHEN!'
Voraussichtliche Aufrufzeit
05.11.2026 - 15:54 Uhr
Startpreis
Beschreibung
GINO SINIGAGLIA
1937 Moskau - 1997 ebenda
'LASST ES KRACHEN!'
Datiert 1972
Öl, Tusche, Assemblage auf Leinwand maroufliert auf Karton. 50 x 70 cm. Unten rechts in Kyrillisch signiert 'G.S.'. Verso: In Kyrillisch signiert und datiert. Das Werk ist eine charakteristische Assemblage Sinigaglias, in der historische Objekte zu
einer neuen, assoziativen Komposition verbunden werden. Hier vereint der Künstler drei
zaristische Banknoten zu 50 Rubel (1899), 25 Rubel (1909) und 3 Rubel (1905), eine
Speisekarte des Restaurants "Ermitage" (St. Petersburg, 1910) - eines Symbols für den
Ausklang des Silbernen Zeitalters, in dem Tschechow, Dostojewski und Tschaikowski zu Gast
waren - vier Spielkarten sowie eine Schleife. Zusammengehalten wird die Komposition durch
eine provokante, ironische Inschrift in umgangssprachlichem Jargon, die nostalgische
Reminiszenzen in kritische Reflexion verwandelt.
Gino Sinigaglia - ein russisch-italienischer Avantgardekünstler, Mitglied der Gruppe "21 Moskauer Künstler" und Vertreter der inoffiziellen Moskauer Kunstszene der sowjetischen Nachkriegszeit. Nach seinem Studium entwickelte er eine expressive, vom Sozialistischen Realismus unabhängige Bildsprache und nahm an zahlreichen Underground-Ausstellungen teil, darunter an der legendären "Bulldozer-Ausstellung" von 1974. Er bezeichnete sich selbst als "Künstler-Archivar" und integrierte in seine Werke authentische historische Artefakte, die er während der Sowjetzeit unter persönlichem Risiko bewahrte. Fünf Werke Gino Sinigaglias befinden sich in der Sammlung des Moskauer Museums für Moderne Kunst (MMOMA).
Provenienz: Gino Sinigaglia Archiv.
1937 Moskau - 1997 ebenda
'LASST ES KRACHEN!'
Datiert 1972
Öl, Tusche, Assemblage auf Leinwand maroufliert auf Karton. 50 x 70 cm. Unten rechts in Kyrillisch signiert 'G.S.'. Verso: In Kyrillisch signiert und datiert. Das Werk ist eine charakteristische Assemblage Sinigaglias, in der historische Objekte zu
einer neuen, assoziativen Komposition verbunden werden. Hier vereint der Künstler drei
zaristische Banknoten zu 50 Rubel (1899), 25 Rubel (1909) und 3 Rubel (1905), eine
Speisekarte des Restaurants "Ermitage" (St. Petersburg, 1910) - eines Symbols für den
Ausklang des Silbernen Zeitalters, in dem Tschechow, Dostojewski und Tschaikowski zu Gast
waren - vier Spielkarten sowie eine Schleife. Zusammengehalten wird die Komposition durch
eine provokante, ironische Inschrift in umgangssprachlichem Jargon, die nostalgische
Reminiszenzen in kritische Reflexion verwandelt.
Gino Sinigaglia - ein russisch-italienischer Avantgardekünstler, Mitglied der Gruppe "21 Moskauer Künstler" und Vertreter der inoffiziellen Moskauer Kunstszene der sowjetischen Nachkriegszeit. Nach seinem Studium entwickelte er eine expressive, vom Sozialistischen Realismus unabhängige Bildsprache und nahm an zahlreichen Underground-Ausstellungen teil, darunter an der legendären "Bulldozer-Ausstellung" von 1974. Er bezeichnete sich selbst als "Künstler-Archivar" und integrierte in seine Werke authentische historische Artefakte, die er während der Sowjetzeit unter persönlichem Risiko bewahrte. Fünf Werke Gino Sinigaglias befinden sich in der Sammlung des Moskauer Museums für Moderne Kunst (MMOMA).
Provenienz: Gino Sinigaglia Archiv.
Details
| Losnummer | 479 |
|---|---|
| Künstler | GINO SINIGAGLIA |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 2000 |
| Regelbesteuerung | 0 |