160: SCHMUCK | KUNST & ANTIQUITÄTEN |
Erstes Los endet: 09.09.2026 - 10:00:00
Losnummer 2110 -
Auktion 160
HOCHBEDEUTENDER SELTENER WANDSPIEGEL
Auktion 160
HOCHBEDEUTENDER SELTENER WANDSPIEGEL
HOCHBEDEUTENDER SELTENER WANDSPIEGEL
Voraussichtliche Aufrufzeit
10.09.2026 - 19:36 Uhr
Beschreibung
DAGOBERT PECHE
1887 Sankt Michael im Lungau - 1923 Mödling
HOCHBEDEUTENDER SELTENER WANDSPIEGEL
Wien, Entwurf 1920
Lindenholzrahmen, vergoldet (Blattgold), originales Spiegelglas. H. 65, B. 45, T. 5 cm. Entwurf Wiener Werkstätte um 1920, rückseitig mit altem Firmenetikett 'Max Welz Wien'. Außergewöhnlicher, hochrechteckiger Wandspiegel in reich ornamental gestaltetem,
profiliertem Rahmen. Die Bekrönung mit symmetrisch gegeneinander geführten, stark
stilisierten Delphinmotiven oder vegetabile Füllhornformen. Seitlich herabhängende,
schleifen- und festonartig aufgefasste Ornamente. Der untere Abschluss mit zwei U-förmige
elegant ausschwingenden Bögen bzw. Voluten, schuppenartig strukturiert und in
zapfenförmigen Pendants endend. Die eigenwillige Verbindung aus geometrischer Grundform,
überspitztem vegetabilem Dekor und spielerisch-expressiver Ornamentik entspricht der
charakteristischen Formensprache Dagobert Peches und seines Umfeldes der Wiener Werkstätte
an der Schnittstelle von spätem Wiener Jugendstil und frühem Art Déco. Part. Goldbarieb, rest. und neuvergoldet, eine Gongole erneuert.
Ein entsprechender Originalentwurf wird im MAK - Museum für angewandte Kunst, Wien, im Archiv der Wiener Werkstätte bzw. in der Sammlung der Entwurfszeichnungen der Wiener Werkstätte verwahrt. Die Zeichnung trägt den Originaltitel 'Wandspiegel' Spiegelrahmen, Entwurf Dagobert Peche, Wien 1920, Produktion Wiener Werkstätte, Inv.-Nr. KI 12707-7. Entwurfsnummer 16562, Modellnummer N 1405, weitere WW-Nr. 335. Weiterführende vergleichende Literatur: Österreichs Bau- und Werkkunst, 1. Jg., Wien 1924, S. 131; Peter Noever (Hg.), Die Überwindung der Utilität. Dagobert Peche und die Wiener Werkstätte, Ausst.-Kat. Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Wien 1998, Ostfildern 1998, S. 207, Kat.-Nr. 22; Peter Noever (Hg.), Dagobert Peche and the Wiener Werkstätte, Ausst.-Kat. Neue Galerie, New York 2002/2003, London 2002, S. 240, Abb. 57.
Literatur: Vgl. MAK - Museum für angewandte Kunst, Wien, Archiv der Wiener Werkstätte, Entwurf, 'Wandspiegel' Spiegelrahmen, Wiener Werkstätte, Dagobert Peche, 1920, Inv.-Nr. KI 12707-7.
Provenienz: Erworben in den 1990er Jahren bei Hofstätter - Hotel Imperial Wien, seit dem rheinische Privatsammlung.
1887 Sankt Michael im Lungau - 1923 Mödling
HOCHBEDEUTENDER SELTENER WANDSPIEGEL
Wien, Entwurf 1920
Lindenholzrahmen, vergoldet (Blattgold), originales Spiegelglas. H. 65, B. 45, T. 5 cm. Entwurf Wiener Werkstätte um 1920, rückseitig mit altem Firmenetikett 'Max Welz Wien'. Außergewöhnlicher, hochrechteckiger Wandspiegel in reich ornamental gestaltetem,
profiliertem Rahmen. Die Bekrönung mit symmetrisch gegeneinander geführten, stark
stilisierten Delphinmotiven oder vegetabile Füllhornformen. Seitlich herabhängende,
schleifen- und festonartig aufgefasste Ornamente. Der untere Abschluss mit zwei U-förmige
elegant ausschwingenden Bögen bzw. Voluten, schuppenartig strukturiert und in
zapfenförmigen Pendants endend. Die eigenwillige Verbindung aus geometrischer Grundform,
überspitztem vegetabilem Dekor und spielerisch-expressiver Ornamentik entspricht der
charakteristischen Formensprache Dagobert Peches und seines Umfeldes der Wiener Werkstätte
an der Schnittstelle von spätem Wiener Jugendstil und frühem Art Déco. Part. Goldbarieb, rest. und neuvergoldet, eine Gongole erneuert.
Ein entsprechender Originalentwurf wird im MAK - Museum für angewandte Kunst, Wien, im Archiv der Wiener Werkstätte bzw. in der Sammlung der Entwurfszeichnungen der Wiener Werkstätte verwahrt. Die Zeichnung trägt den Originaltitel 'Wandspiegel' Spiegelrahmen, Entwurf Dagobert Peche, Wien 1920, Produktion Wiener Werkstätte, Inv.-Nr. KI 12707-7. Entwurfsnummer 16562, Modellnummer N 1405, weitere WW-Nr. 335. Weiterführende vergleichende Literatur: Österreichs Bau- und Werkkunst, 1. Jg., Wien 1924, S. 131; Peter Noever (Hg.), Die Überwindung der Utilität. Dagobert Peche und die Wiener Werkstätte, Ausst.-Kat. Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Wien 1998, Ostfildern 1998, S. 207, Kat.-Nr. 22; Peter Noever (Hg.), Dagobert Peche and the Wiener Werkstätte, Ausst.-Kat. Neue Galerie, New York 2002/2003, London 2002, S. 240, Abb. 57.
Literatur: Vgl. MAK - Museum für angewandte Kunst, Wien, Archiv der Wiener Werkstätte, Entwurf, 'Wandspiegel' Spiegelrahmen, Wiener Werkstätte, Dagobert Peche, 1920, Inv.-Nr. KI 12707-7.
Provenienz: Erworben in den 1990er Jahren bei Hofstätter - Hotel Imperial Wien, seit dem rheinische Privatsammlung.
Details
| Losnummer | 2110 |
|---|---|
| Künstler | DAGOBERT PECHE |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 20000 |
| Regelbesteuerung | 0 |