154: MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST | DESIGN |
Erstes Los endet: 06.12.2025 - 10:00:00
Losnummer 145 -
Auktion 154
'FIGURA' (1931)
Auktion 154
'FIGURA' (1931)
'FIGURA' (1931)
Voraussichtliche Aufrufzeit
06.12.2025 - 11:28 Uhr
Startpreis
8.000,00 EUR
(Mindestgebot 8.000,00 EUR)
Beschreibung
MARIO SIRONI
1885 Sassari, Italien - 1961 Mailand, Italien
'FIGURA' (1931)
Öl auf Leinwand. R 61 x 51,3 cm. Lwd 60 x 50 cm. Verso: Rückseitig mit altem Klebeetikett der Galleria Annunciata, Milano mit Werkangaben sowie auf dem Keilrahmen mit weiteren Klebeetiketten der Galeria Milano von 1932 mit Werknummern. Mario Sironi gilt als zentraler Vertreter der italienischen Moderne, der als wichtiges Mitglied der Künstlergruppe 'Novecento' maßgeblich zur künstlerischen Bewegung des 20. Jahrhunderts beitrug. In seinen frühen Werken, die deutliche Anklänge an den Kubismus zeigen, orientierte er sich eng an den Futuristen Umberto Boccioni und Gino Severini, wobei er sich insbesondere von deren sozialpolitischen Ideen anregen ließ und schließlich 1915 offiziell in den Kreis der futuristischen Maler aufgenommen wurde.
In den 1920er Jahren verlegte Sironi seinen Fokus auf die ausgedehnten Industrieviertel Mailands, die er mit einer finsteren, fast metaphysischen Ästhetik darstellte, die Anklänge an Giorgio de Chirico aufweist und das Gefühl der Entfremdung in der Nachkriegszeit verstärkt. Als zentrales Mitglied der 'Novecento'-Gruppe, die erstmals 1922 ihre Werke in Mailand ausstellte, entwickelte er einen düsteren, monumentalen figurativen Stil, der sich von der früheren Avantgarde abwandte und als Rückbesinnung auf klassische Werte und Ordnung galt.
Besondere Berühmtheit erlangte er mit seinen Wandmalereien und monumentalen Werken der 1930/40er Jahre, die einen starken Bezug zu italienischer Tradition und der heroischen Vision des Regimes aufwiesen.
Auch über die Landesgrenzen Italiens hinaus fanden Sironis Werke in den darauffolgenden Jahrzehnten internationale Anerkennung, insbesondere durch ihre Präsenz auf der documenta 1 (1955), der documenta II (1959) und der documenta III (1964). Part. min. retuschiert sowie vereinzelt mit kleineren Farbabplatzungen und Craquelé. Gerahmt.
Provenienz: Laut rückseitigem Etikett vormals 'Proprieta Rosetta Varenna Gussoni' sowie mit Stempel '(...) Proprieta Varenna'; zuletzt Niederrheinische Privatsammlung.
1885 Sassari, Italien - 1961 Mailand, Italien
'FIGURA' (1931)
Öl auf Leinwand. R 61 x 51,3 cm. Lwd 60 x 50 cm. Verso: Rückseitig mit altem Klebeetikett der Galleria Annunciata, Milano mit Werkangaben sowie auf dem Keilrahmen mit weiteren Klebeetiketten der Galeria Milano von 1932 mit Werknummern. Mario Sironi gilt als zentraler Vertreter der italienischen Moderne, der als wichtiges Mitglied der Künstlergruppe 'Novecento' maßgeblich zur künstlerischen Bewegung des 20. Jahrhunderts beitrug. In seinen frühen Werken, die deutliche Anklänge an den Kubismus zeigen, orientierte er sich eng an den Futuristen Umberto Boccioni und Gino Severini, wobei er sich insbesondere von deren sozialpolitischen Ideen anregen ließ und schließlich 1915 offiziell in den Kreis der futuristischen Maler aufgenommen wurde.
In den 1920er Jahren verlegte Sironi seinen Fokus auf die ausgedehnten Industrieviertel Mailands, die er mit einer finsteren, fast metaphysischen Ästhetik darstellte, die Anklänge an Giorgio de Chirico aufweist und das Gefühl der Entfremdung in der Nachkriegszeit verstärkt. Als zentrales Mitglied der 'Novecento'-Gruppe, die erstmals 1922 ihre Werke in Mailand ausstellte, entwickelte er einen düsteren, monumentalen figurativen Stil, der sich von der früheren Avantgarde abwandte und als Rückbesinnung auf klassische Werte und Ordnung galt.
Besondere Berühmtheit erlangte er mit seinen Wandmalereien und monumentalen Werken der 1930/40er Jahre, die einen starken Bezug zu italienischer Tradition und der heroischen Vision des Regimes aufwiesen.
Auch über die Landesgrenzen Italiens hinaus fanden Sironis Werke in den darauffolgenden Jahrzehnten internationale Anerkennung, insbesondere durch ihre Präsenz auf der documenta 1 (1955), der documenta II (1959) und der documenta III (1964). Part. min. retuschiert sowie vereinzelt mit kleineren Farbabplatzungen und Craquelé. Gerahmt.
Provenienz: Laut rückseitigem Etikett vormals 'Proprieta Rosetta Varenna Gussoni' sowie mit Stempel '(...) Proprieta Varenna'; zuletzt Niederrheinische Privatsammlung.
Details
| Losnummer | 145 |
|---|---|
| Künstler | MARIO SIRONI |
| Folgerechtsabgabe | 1 |
| Schätzpreis von | 8000 |