155: KUNST & ANTIQUITÄTEN | SCHMUCK |
Erstes Los endet: 10.03.2026 - 10:00:00
Losnummer 2559 -
Auktion 155
MONDNACHT IM HAFEN
Auktion 155
MONDNACHT IM HAFEN
MONDNACHT IM HAFEN
Voraussichtliche Aufrufzeit
13.03.2026 - 13:10 Uhr
Startpreis
5.000,00 EUR
(Mindestgebot 5.000,00 EUR)
Beschreibung
GEORG BURMESTER
1864 Barmen - 1936 Kiel
MONDNACHT IM HAFEN
Öl auf Leinwand. 80,5 x 90,5 cm (R. 98 x 107 cm). Unten rechts signiert. Verso: auf Keilrahmen signiert betitelt und nummeriert '1217'. Rahmen (wohl Original).
Georg Burmester war ein leidenschaftlicher Vertreter der Freilichtmalerei, näherte sich jedoch in einigen wenigen Werken einer expressiveren Bildsprache an. Das vorliegende Gemälde stellt ein seltenes Beispiel dieser Entwicklung dar. Das Licht bleibt hier - wie im Impressionismus - der eigentliche Protagonist, doch handelt es sich nicht mehr um ein Licht, das mit einem fotografischen oder rein naturalistischen Ansatz erfassbar wäre. Vielmehr begegnen wir dem Effekt einer mitternächtlichen nordischen Sonne, die einen fantastischen Landschaftsraum erzeugt. Mehrere Lichtquellen formen eine spannungsvolle und vielschichtige Atmosphäre. Besonders unheimlich wirkt das Licht, das von oben aus dem Zentrum der Komposition herabströmt: fließende, gerichtete Pinselstriche machen diese Erscheinung beinahe taktil erfahrbar. Eine zweite Lichtquelle bilden die Lichter der Boote unter dunklen Segeln, die sich mühsam durch den dichten Nachtschatten brechen. Die dritte entsteht in den Reflexionen auf der Wasseroberfläche, dargestellt durch flirrende Striche und sich ausbreitende Linien, die Bewegung und Unsicherheit verstärken. Die Natur erscheint hier eindeutig romantisch und nicht realistisch aufgefasst - geprägt von einem Gefühl der Unruhe, der Einsamkeit und der Ahnung des Schicksals, zugleich jedoch von einer tief berührenden, fast magischen Schönheit.
1864 Barmen - 1936 Kiel
MONDNACHT IM HAFEN
Öl auf Leinwand. 80,5 x 90,5 cm (R. 98 x 107 cm). Unten rechts signiert. Verso: auf Keilrahmen signiert betitelt und nummeriert '1217'. Rahmen (wohl Original).
Georg Burmester war ein leidenschaftlicher Vertreter der Freilichtmalerei, näherte sich jedoch in einigen wenigen Werken einer expressiveren Bildsprache an. Das vorliegende Gemälde stellt ein seltenes Beispiel dieser Entwicklung dar. Das Licht bleibt hier - wie im Impressionismus - der eigentliche Protagonist, doch handelt es sich nicht mehr um ein Licht, das mit einem fotografischen oder rein naturalistischen Ansatz erfassbar wäre. Vielmehr begegnen wir dem Effekt einer mitternächtlichen nordischen Sonne, die einen fantastischen Landschaftsraum erzeugt. Mehrere Lichtquellen formen eine spannungsvolle und vielschichtige Atmosphäre. Besonders unheimlich wirkt das Licht, das von oben aus dem Zentrum der Komposition herabströmt: fließende, gerichtete Pinselstriche machen diese Erscheinung beinahe taktil erfahrbar. Eine zweite Lichtquelle bilden die Lichter der Boote unter dunklen Segeln, die sich mühsam durch den dichten Nachtschatten brechen. Die dritte entsteht in den Reflexionen auf der Wasseroberfläche, dargestellt durch flirrende Striche und sich ausbreitende Linien, die Bewegung und Unsicherheit verstärken. Die Natur erscheint hier eindeutig romantisch und nicht realistisch aufgefasst - geprägt von einem Gefühl der Unruhe, der Einsamkeit und der Ahnung des Schicksals, zugleich jedoch von einer tief berührenden, fast magischen Schönheit.
Details
| Losnummer | 2559 |
|---|---|
| Künstler | GEORG BURMESTER |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 5000 |