160: SCHMUCK | KUNST & ANTIQUITÄTEN |
Erstes Los endet: 09.09.2026 - 10:00:00
Losnummer 2455 -
Auktion 160
BEI DER KARTOFFELERNTE
Auktion 160
BEI DER KARTOFFELERNTE
BEI DER KARTOFFELERNTE
Voraussichtliche Aufrufzeit
11.09.2026 - 13:24 Uhr
Beschreibung
HUGO MÜHLIG
1854 Dresden - 1929 Düsseldorf
BEI DER KARTOFFELERNTE
Gouache auf Papier. ca. 13,5 x 20,5 cm (R. 26 x 33,5 cm). Unten rechts signiert. Unter Glas gerahmt.
Hugo Mühlig ist ein prägnantes Beispiel für einen Maler seiner Zeit, der mit seinen kleinen Kabinettbildern genau den Nerv der Epoche traf. Weder einer akademischen Richtung noch einer freien Vereinigung angehörend, schuf er Werke, die die Sehnsüchte der städtischen Bevölkerung im Zeitalter der Industrialisierung aufgriffen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts förderte der rasche Wandel des städtischen Lebens eine spürbare Nostalgie und das Verlangen nach intimen "Gegenwelten" zur offiziellen Pracht der Gründerzeit. In diesem Kontext wurden Mühligs ländliche Darstellungen zum Sinnbild für die ersehnte Harmonie zwischen Mensch und Natur. Das thematische Spektrum des Künstlers ist eng mit dem natürlichen Rhythmus des ländlichen Lebens verbunden. Die Bearbeitung der Felder, das Hüten des Viehs und die Erntearbeit unterlagen dem stetigen Wechsel der Tages- und Jahreszeiten - ein grundlegender Gegenentwurf zur künstlich strukturierten Lebensform der städtischen Gesellschaft. Einen besonderen Stellenwert nehmen seine Kompositionen mit einsamen Figuren ein, die über verschneite oder abgeerntete Felder wandern. Solche Motive wurden zu einem Symbol der rheinischen Landschaftsmalerei des späten 19. Jahrhunderts; sie verbinden die präzise Naturbeobachtung mit der Idealvorstellung von ländlicher Ruhe. Neben diesen Darstellungen wandte sich Mühlig auch vielfigurigen Szenen zu. Während seines Aufenthalts in der hessischen Malerkolonie Willingshausen (1883-1891) entdeckte er Marktszenen mit ihrem bunten Treiben als ergiebiges Thema. Motivisch bot dies dem "Meister des kleinen Formats" die Gelegenheit, eine ländliche Szene aus zahlreichen feinen Einzelbeobachtungen zu komponieren.
1854 Dresden - 1929 Düsseldorf
BEI DER KARTOFFELERNTE
Gouache auf Papier. ca. 13,5 x 20,5 cm (R. 26 x 33,5 cm). Unten rechts signiert. Unter Glas gerahmt.
Hugo Mühlig ist ein prägnantes Beispiel für einen Maler seiner Zeit, der mit seinen kleinen Kabinettbildern genau den Nerv der Epoche traf. Weder einer akademischen Richtung noch einer freien Vereinigung angehörend, schuf er Werke, die die Sehnsüchte der städtischen Bevölkerung im Zeitalter der Industrialisierung aufgriffen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts förderte der rasche Wandel des städtischen Lebens eine spürbare Nostalgie und das Verlangen nach intimen "Gegenwelten" zur offiziellen Pracht der Gründerzeit. In diesem Kontext wurden Mühligs ländliche Darstellungen zum Sinnbild für die ersehnte Harmonie zwischen Mensch und Natur. Das thematische Spektrum des Künstlers ist eng mit dem natürlichen Rhythmus des ländlichen Lebens verbunden. Die Bearbeitung der Felder, das Hüten des Viehs und die Erntearbeit unterlagen dem stetigen Wechsel der Tages- und Jahreszeiten - ein grundlegender Gegenentwurf zur künstlich strukturierten Lebensform der städtischen Gesellschaft. Einen besonderen Stellenwert nehmen seine Kompositionen mit einsamen Figuren ein, die über verschneite oder abgeerntete Felder wandern. Solche Motive wurden zu einem Symbol der rheinischen Landschaftsmalerei des späten 19. Jahrhunderts; sie verbinden die präzise Naturbeobachtung mit der Idealvorstellung von ländlicher Ruhe. Neben diesen Darstellungen wandte sich Mühlig auch vielfigurigen Szenen zu. Während seines Aufenthalts in der hessischen Malerkolonie Willingshausen (1883-1891) entdeckte er Marktszenen mit ihrem bunten Treiben als ergiebiges Thema. Motivisch bot dies dem "Meister des kleinen Formats" die Gelegenheit, eine ländliche Szene aus zahlreichen feinen Einzelbeobachtungen zu komponieren.
Details
| Losnummer | 2455 |
|---|---|
| Künstler | HUGO MÜHLIG |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 300 |
| Regelbesteuerung | 0 |