155: KUNST & ANTIQUITÄTEN | SCHMUCK |
Erstes Los endet: 10.03.2026 - 10:00:00
Losnummer 3609 -
Auktion 155
WIRTSHAUSINTERIEUR MIT RAUCHENDEN, TRINKENDEN UND KARTEN SPIELENDEN BAUERN
Auktion 155
WIRTSHAUSINTERIEUR MIT RAUCHENDEN, TRINKENDEN UND KARTEN SPIELENDEN BAUERN
WIRTSHAUSINTERIEUR MIT RAUCHENDEN, TRINKENDEN UND KARTEN SPIELENDEN BAUERN
Voraussichtliche Aufrufzeit
14.03.2026 - 15:19 Uhr
Startpreis
800,00 EUR
(Mindestgebot 800,00 EUR)
Beschreibung
JAN HAVICKSZOON STEEN (ATTR.)
Um 1626 Leiden - 3. Februar 1679 Ebenda
WIRTSHAUSINTERIEUR MIT RAUCHENDEN, TRINKENDEN UND KARTEN SPIELENDEN BAUERN
Öl auf Leinwand (altdoubl.). 53,5 x 46 cm. Rechts unten signiert/bezeichnet 'J.Steen'.
Part. altrest., Altretuschen, part. berieben bzw. kleinere Kratzspuren.
In einem bäuerlichen Wirtshausinterieur entfaltet sich eine lebhafte, zugleich erzählerisch vielschichtige Genreszene. Im Vordergrund ist eine junge Frau an ein Fass gelehnt dargestellt, während sich ein Mann vertraulich zu ihr neigt, weitere Figuren sitzen und stehen im Hintergrund, rauchen, trinken und spielen Karten. Die Komposition ist dicht gefügt und von einer warmen, erdigen Tonigkeit bestimmt, akzentuiert durch helle Partien in den Gesichtern und Kleidungsstücken. Die Figuren sind mit charakteristischer Typisierung wiedergegeben und zeigen eine leicht überzeichnete Mimik, wie sie für die niederländische Genremalerei des 17. Jahrhunderts typisch ist. Licht und Raum sind zurückhaltend organisiert, der Fokus liegt weniger auf dramatischer Beleuchtung als auf der erzählerischen Verdichtung des Geschehens. Die Szene verbindet gesellige Ausgelassenheit mit moralischer Ambivalenz - ein zentrales Motiv im Werk Jan Steens und seines unmittelbaren Umfeldes. Stilistisch ist das Gemälde tyüisch für die Malerei Jan Steens, insbesondere in der Wahl des Sujets, der Figurenkonstellation und der narrativen Vielschichtigkeit. Das Bild gehört in die reiche Tradition der niederländischen Wirtshaus- und Gesellschaftsszenen, in denen alltägliches Vergnügen zugleich als Spiegel menschlicher Schwächen verstanden wird. Jan Steen entwickelte dieses Genre zu einer Form erzählerischer Malerei, in der Komik, Moral und Lebensnähe eng miteinander verbunden sind. Das vorliegende Werk reflektiert diese Bildwelt überzeugend und dokumentiert zugleich die nachhaltige Wirkung Steens auf seine Zeitgenossen und Nachfolger. (In Zusammenarbet mit Open AI, persönlicher Schriftkontakt des Verfassers mit ChatGPT vom 01.02.2026). Literatur: C. Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts, Eintrag zu Jan Steen, Rijksmuseum, Den Haag (dort aufgeführt). Archiviert in der Witt Library, London, 1987 (Dokument anbei). Provenienz: M. Feigneaux, Paris. Verkauf: L'Hôtel de Bullion, Brüssel, 30. November 1812, Lot 162, für 240 Goldfrancs The Duke of Cleveland, vor 1891. Lord Bernard, Raby Castle, England. Dr. T. Praalder, Niederlande. Rheinische Privatsammlung.
Um 1626 Leiden - 3. Februar 1679 Ebenda
WIRTSHAUSINTERIEUR MIT RAUCHENDEN, TRINKENDEN UND KARTEN SPIELENDEN BAUERN
Öl auf Leinwand (altdoubl.). 53,5 x 46 cm. Rechts unten signiert/bezeichnet 'J.Steen'.
Part. altrest., Altretuschen, part. berieben bzw. kleinere Kratzspuren.
In einem bäuerlichen Wirtshausinterieur entfaltet sich eine lebhafte, zugleich erzählerisch vielschichtige Genreszene. Im Vordergrund ist eine junge Frau an ein Fass gelehnt dargestellt, während sich ein Mann vertraulich zu ihr neigt, weitere Figuren sitzen und stehen im Hintergrund, rauchen, trinken und spielen Karten. Die Komposition ist dicht gefügt und von einer warmen, erdigen Tonigkeit bestimmt, akzentuiert durch helle Partien in den Gesichtern und Kleidungsstücken. Die Figuren sind mit charakteristischer Typisierung wiedergegeben und zeigen eine leicht überzeichnete Mimik, wie sie für die niederländische Genremalerei des 17. Jahrhunderts typisch ist. Licht und Raum sind zurückhaltend organisiert, der Fokus liegt weniger auf dramatischer Beleuchtung als auf der erzählerischen Verdichtung des Geschehens. Die Szene verbindet gesellige Ausgelassenheit mit moralischer Ambivalenz - ein zentrales Motiv im Werk Jan Steens und seines unmittelbaren Umfeldes. Stilistisch ist das Gemälde tyüisch für die Malerei Jan Steens, insbesondere in der Wahl des Sujets, der Figurenkonstellation und der narrativen Vielschichtigkeit. Das Bild gehört in die reiche Tradition der niederländischen Wirtshaus- und Gesellschaftsszenen, in denen alltägliches Vergnügen zugleich als Spiegel menschlicher Schwächen verstanden wird. Jan Steen entwickelte dieses Genre zu einer Form erzählerischer Malerei, in der Komik, Moral und Lebensnähe eng miteinander verbunden sind. Das vorliegende Werk reflektiert diese Bildwelt überzeugend und dokumentiert zugleich die nachhaltige Wirkung Steens auf seine Zeitgenossen und Nachfolger. (In Zusammenarbet mit Open AI, persönlicher Schriftkontakt des Verfassers mit ChatGPT vom 01.02.2026). Literatur: C. Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts, Eintrag zu Jan Steen, Rijksmuseum, Den Haag (dort aufgeführt). Archiviert in der Witt Library, London, 1987 (Dokument anbei). Provenienz: M. Feigneaux, Paris. Verkauf: L'Hôtel de Bullion, Brüssel, 30. November 1812, Lot 162, für 240 Goldfrancs The Duke of Cleveland, vor 1891. Lord Bernard, Raby Castle, England. Dr. T. Praalder, Niederlande. Rheinische Privatsammlung.
Details
| Losnummer | 3609 |
|---|---|
| Künstler | JAN HAVICKSZOON STEEN (ATTR.) |
| Folgerechtsabgabe | Nein |
| Schätzpreis von | 800 |